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01/2009 – Erst zu den Banken, dann das Basiswissen aneignen

Sonntag, 16. Mai 2010 | Autor: andysundnicisbauprojekt

Mit der Finanzmarktkrise fielen die Zinsen und damit auch die Zinsen für Immobilienkredite. Die Banken unterboten sich fast wöchentlich – eine Finanzierung wurde damit auch wöchentlich günstiger. Von jetzt an sattelten wir das Pferd von hinten auf. Unser Haushaltsplan gab vor, welcher Betrag uns monatlich zur Verfügung stand, ohne dabei auf alle Annehmlichkeiten zur verzichten. Wichtig war uns auch, dass dieser Betrag auch dann noch zur Verfügung stand, wenn ein Partner kein Einkommen erzielen würde (Arbeitslosigkeit, Schwangerschaft, …) Dieser Betrag sollte die Zinsen und Tilgungen der Darlehen decken. Zusätzlich wurden die Ersparnisse (Eigenkapital) sowie Bausparverträge (in der Zuteilung, also auch Eigenkapital) aufgelistet. Mit diesen Zahlen im Rucksack zogen wir dann von Bank zu Bank. Ziel war es, uns vorrechnen zu lassen, wie viel Haus wir uns denn leisten könnten. Die Ergebnisse waren sehr überraschend.
Bevor wir uns mit den Bauträgern treffen konnten, gab es noch sehr viel zu tun – wir wollten gut vorbereitet sein und nicht die Katze im Sack kaufen. Von nun an blieb der Fernseher aus, stattdessen zeichneten wir mit Hilfe von Bleistift, Lineal und Millimeterpapier erste Grundrisse. Unser Eigenheim sollte eine Wohnfläche von 140qm bis 150qm bieten. Ich wollte unbedingt eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung (das Thema fasziniert mich) und um die erzeugte Energie auch nicht verpuffen zu lassen, sollten die Fenster 3-fach verglast werden. Die Planungen gingen soweit, dass wir uns „die Bibel“ anlegten: einen Schreibblock, in dem wir alle Ausstattungsprodukte mit samt Preisen auflisteten, die unseren Geschmack trafen. Von der Innentür über den Waschtisch bis hin zur Gäste-WC-Armatur. Hier schrieben wir auch alle Ideen auf, die wir später noch weiterverfolgen wollten: Zisterne ja oder nein, ein zweiter Wasserkreislauf, um die WC´s mit Regenwasser zu spülen, Photovoltaik ja oder nein … Im Nachhinein können wir diese Vorgehensweise nur weiterempfehlen. Man bekommt im Vorfeld schon einen sehr guten Überblick über sämtliche Preise (im Internet findet man alles) und kann schon früh überprüfen, was das eigene Budget alles hergibt. Das ging soweit, dass wir die gängigsten Bäderserien von Villeroy & Boch oder Duravit nachts im Schlaf aufsagen konnten.

Thema: 03. 01/09 – Erst zu den | Beitrag kommentieren