Mit dem angeeigneten Wissen und unserer Bibel konnten die ersten Vertreter der Bauträger anrücken. Wir hatten uns in der Region verschiedene Musterhäuser angesehen und aufmerksam die Zeitung gelesen. Hier wurden immer wieder Hausbesichtigungen kurz vor Fertigstellung des Gebäudes angeboten – schön, wenn man auch mal die Qualität in der Rohbauphase besichtigen kann. Wir machten Termine mit verschiedenen Bauträgern aus. Von allen Bauträgern gab es Musterhäuser zu besichtigen somit konnten wir uns jeweils vor Ort einen ersten Eindruck machen, um dann in intensiven Gesprächen alle unsere Fragen zu stellen. Auch hier möchten wir eine Empfehlung aussprechen: in jedem Gespräch lernt man etwas dazu, in jedem Gespräch tauchen neue Fragen auf und in jedem Gespräch hat man das Gefühl, dass die jeweiligen Ansprechpartner zu irgendeinem Thema nicht alle Karten auf den Tisch legen. Wir empfehlen die Erstellung einer Checkliste / eines Fragenkataloges, der mit jedem Gespräch erweitert wird. In den Gesprächen mit den Bauträgern sollte diese Liste dann abgearbeitet werden.
Bevor es weiter geht, noch eine Information vorab: ich bin sehr penibel und schaue mir alle Details haargenau an. Doch von jetzt ab der Reihe nach. Die erste Firma betreibt ein Musterhaus in der Nähe von Trier. Ich schätze, dass dieses Gebäude vor etwa drei bis vier Jahren errichtet wurde. Wenn ich potenzielle Kunden gewinnen möchte, muss dieses Musterhaus perfekt sein. Deshalb würde ich in regelmäßigen Abständen alle Arten von Setzrissen beseitigen. Man kann sich Setzrissen nicht entziehen – in einem Musterhaus darf das aber nicht passieren. Das Gebäude wurde erstellt, danach wurde dort in meinen Augen kein Handschlag mehr getan. Man kann Sockelfliesen auch aus den Bodenfliesen herstellen (schneiden), sollte dann aber die Qualitätsstempel, Artikelnummern und Herstellerangaben nicht auf der Oberkante der Sockelfliesen lesen können – das sah unschön aus. Man kann auch mit einer sehr großen Glasfassade werben, die bis ins Dach übergeht und somit das ganze Haus sehr hell erscheinen lässt. Möchte man jedoch potenzielle Kunden von einer solchen Glasfassade überzeugen, dann sollte diese auch dicht sein und das schmutzige Regenwasser darf nicht an den Innenwänden hinunterlaufen. Dieses Musterhaus war für uns der Grund, den ersten Bauträger aus dem Rennen zu werfen – aus Qualitätsgründen, ohne weitere Gespräche.
Die Gespräche mit dem zweiten Bauträger verliefen ganz ordentlich, der Verkäufer wollte uns allerdings immer in irgendwelche Standardhäuser zwängen – unsere individuellen Wünsche wurden nicht wirklich berücksichtigt. Der Verkäufer wollte auch zu schnell den Abschluss (unsere Unterschrift), unsere Checkliste war aber noch lange nicht abgearbeitet.
Dann das Treffen mit dem dritten Anbieter. Auf unserer Wunschliste standen einige technische Raffinessen, die sich später in unserem Eigenheim wieder finden sollten. Darunter die 3-fach verglasten Fenster. Die Damen, die auf uns angesetzt wurden, argumentierten während der Gespräche oft sehr merkwürdig: „3-fach verglaste Fenster braucht man doch heutzutage überhaupt nicht“, oder: „ich habe zwar von dem technischen Zeug wenig Ahnung, aber die von Ihnen gewünschte Raumaufteilung funktioniert so bestimmt nicht“. Stattdessen wollte man uns auch hier in Standardhäuser zwängen ohne Ahnung von dem „technischen Zeug“. Das von uns vorgegebene Budget wurde auch gnadenlos überschritten. Unsere Idee von den eigenen vier Wänden und dem dritten Anbieter – das konnte nichts werden.
An diesem Punkt verließ uns langsam die Hoffnung. Der Traum vom individuellen Traumhaus, mit viel Eigenleistung im Innenausbau und dann auch noch innerhalb unseres Budgets, drohte zu platzen.
Dann lernten wir Herrn Armin Wüstefeld von Massivhaus Mittelrhein bei einer Rohbaubesichtigung kennen. Den Tipp bekamen wir von Bekannten, die sich bereits für Massivhaus Mittelrhein entschieden hatten. Das Konzept gefiel uns sehr gut. Aktuelle Projekte (kurz vor Fertigstellung) wurden von den Bauherren als „Musterhaus“ zur Verfügung gestellt. An einem Sonntag konnte man sich von der Qualität der Bauarbeiten überzeugen, aber auch die Bauherren standen Rede und Antwort. Nachdem wir die Baustelle genauestens inspiziert hatten, schöpften wir neuen Mut. Noch am gleichen Tag vereinbarten wir den ersten Termin mit Herrn Armin Wüstefeld von der Firma Massivhaus Mittelrhein GmbH.
Der erste Vertriebler, der einen sehr sympathischen Eindruck auf uns machte.
Das erste Treffen: Zum ersten Mal hörte man sich in Ruhe alle unsere Wünsche an und er notierte diese auch noch! Wir bekamen ein großes Lob für unsere Vorbereitungen und die Grundrissplanungen. Auch bei dem Thema Umsetzbarkeit ein absolutes Novum: „Ich denke das bekommen wir hin“. Er machte sich von unseren Unterlagen Kopien, packte seine Notizen hinzu und wir vereinbarten den nächsten Termin. Insgesamt fanden sieben Treffen statt, in denen wir nicht nur unsere Checkliste und unseren Fragenkatalog abarbeiten konnten, wir bekamen auch zahlreiche Tipps und Verbesserungsvorschläge. Herr Wüstefeld gab uns außerdem die Kontaktdaten von zwei Spezialistinnen (Frau Kriechel und Frau Schneider) des Unternehmens. Da wir uns schon sehr viele Gedanken über die verschiedensten Details gemacht hatten, sollten wir die Umsetzbarkeit gleich mit den Profis klären. Diese Gespräche waren immer noch absolut kostenfrei, obwohl wir mittlerweile den dritten Satz 3D-Aufnahmen unseres möglichen Hauses in den Händen hielten. Herr Wüstefeld ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als meine Partnerin die Anordnung der Fenster ein fünftes Mal ändern wollte. Was wir in keinem der vorangegangenen Gespräche erlebt hatten: Herr Wüstefeld klärte uns über alle möglichen Kosten auf. Obwohl wir unsere „Bibel“ hatten, ein paar Positionen wären uns glatt durchgegangen – das hätte später böse Folgen haben können. Außerdem wurden alle Gesprächsinhalte protokolliert, damit nichts untergehen konnte.
Zusammengefasst: Nachdem unsere Ideen fast vollständig innerhalb unseres Budgets umgesetzt werden konnten, alle beteiligten Personen absolut sympathisch waren, das Know How, die Ehrlichkeit und die Geduld wirklich alle Fragen zu beantworten nicht mehr zu toppen waren, gab es für uns nur noch eins zu tun: den Vertrag mit Massivhaus Mittelrhein zu unterschreiben! Wir bauen ein Haus!