In der 34. KW geht es dann los. Innerhalb der Absteckung werden die Abwasserrohre nach Plan verlegt. Wir können jetzt schon sehen, wo sich das Spülbecken der Küche, das Gäste-WC und der Ablauf für die Waschmaschine befinden werden. Die Firma Woithe aus Trier ist für diese Arbeiten zuständig. Die Absteckungen werden jetzt durch Schalungen ersetzt, als wir abends zur Baustelle fahren, ist die Bodenplatte bereits gegossen. Die Grundfläche von 9m x 11m wirkt auf einmal sehr klein. Hätten wir doch größer bauen sollen? Nici bringt es auf den Punkt: Wir bauen ein Puppenhaus! Wir werden beruhigt, die Frage scheinen alle Bauherren zu stellen. Aus der Bodenplatte ragen jetzt nur die Abflussrohre heraus. Zum ersten Mal können wir mit dem Bauplan und einem Maßband die ersten Arbeiten überprüfen. Eine sehr schöne und aufregende Zeit. Die Bodenplatte wurde aus wasserundurchlässigem Beton gegossen, der mit Stahlstiften durchsetzt ist. Pro Quadratmeter sind 40kg Stahl verwendet worden, eine sehr massive Armierung. Da wir uns für einen Mehrspartenanschluss (Hausanschluss) entschieden haben, wurde dieser gleich mit einbetoniert. Die Bodenplatte muss jetzt aushärten/trocknen, in zwei Tagen geht es weiter. Tatsächlich zwei Tage später wurden die Ytong-Steine geliefert und die Rohbauer haben ihre Maschinen zur Baustelle gebracht. Ab jetzt wird es spannend. Die ersten Bilder werden geschossen, um dieses Tagebuch zu vervollständigen.
Ein ganz wichtiger Punkt in dieser Woche: Die Firma Ehlen hat die Tiefenbohrung für die Wärmepumpe erledigt. Wir haben einen Container geordert, in den das Bohrgut gespritzt wurde. Mit einem Anruf schnell mal 100,- EUR eingespart – das kann ruhig häufiger passieren. Die Männer der Firma Ehlen bohren 127 Meter tief, um die nötige Energie gewinnen zu können. Die Beauftragung der Firma Ehlen gehörte zwar zu unseren Eigenleistungen, die Firma Massivhaus Mittelrhein hatte aber im Hintergrund schon wieder alles organisiert. Mittlerweile wissen wir sehr genau: wir haben genau die richtige Entscheidung getroffen.
Am nächsten Tag kommen wir wie immer nach Feierabend zur Baustelle und trauen unseren Augen kaum! Die Außenwände des Erdgeschosses sind schon bis zur Hälfte gemauert. Dreißig Zentimeter dicke Außenmauern und wir können teilweise schon sehen, wo die Fenster platziert werden, bzw. wo die Haustüre ihren Platz finden wird. Wir können es kaum fassen. Die Mauerer geben mächtig Gas! Wieder einen Tag später sind die Außenmauern dann fertig. In den darauf folgenden Tagen werden bereits die Schalungen für den Ringanker befestigt und die Innenwände gemauert – in nur einer Woche wurde unser Erdgeschoss gemauert!
Für die Vorbereitungen zum Einbau der Betondecken-Fertigteile braucht die Firma auch nur einen Tag. Die Eisenstützen sind aufgestellt, die Deckenteile können kommen! Wir sind ein bisschen aufgeregt, ob der Einbau der Kunststoffgehäuse in die Deckenteile funktioniert hat. Nur wenn das gelingt, werden später alle Halogen-Deckenspots an der richtigen Stelle sitzen.